Beim ersten DVZ-Forum „Logistik unter Strom“ in Düsseldorf wurde deutlich: Der Umstieg auf E-Lkw bietet der Logistikbranche große Chancen, ist aber weiterhin mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Einigkeit herrschte unter den Teilnehmenden darüber, dass Elektromobilität im Straßengüterverkehr langfristig wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll ist — vorausgesetzt, Unternehmen, Energiewirtschaft und Infrastrukturpartner arbeiten eng zusammen.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen vor allem die Themen Stromversorgung, Ladeinfrastruktur und Standortentwicklung. Experten betonten, dass nicht nur die Fahrzeuge selbst, sondern auch der Zugang zu ausreichend Strom und ein intelligentes Energiemanagement über den Erfolg der Transformation entscheiden. Besonders wichtig sei dabei die Verzahnung von Logistik- und Energiewirtschaft, um Ladepunkte, Netzkapazitäten und Betriebsabläufe besser aufeinander abzustimmen.
Praxisberichte aus der Branche zeigten, dass viele Unternehmen bereits konkrete Schritte gehen, zugleich aber oft mit langen Genehmigungszeiten, begrenzten Netzanschlüssen und komplexen Planungsprozessen konfrontiert sind. Dennoch überwiegt die Zuversicht: Sind Infrastruktur und Prozesse einmal geschaffen, können E-Lkw wirtschaftliche Vorteile bieten und neue operative Möglichkeiten eröffnen — etwa im grenzüberschreitenden Verkehr oder bei emissionsfreien Transportangeboten.
Das Forum machte damit vor allem eines klar: Die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs ist keine reine Technikfrage, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur durch Kooperation, Erfahrungsaustausch und mutige Entscheidungen vorankommt.