Beim Fachkongress “Megatrends im Verkehr”, der am 26. März im House of Logistics and Mobility (HOLM) in Frankfurt am Main stattfand, standen Diskussion und Kontroverse im Mittelpunkt. Eingeladen hatte Prof. Dr. Rüdiger Sterzenbach, ein renommierter Volkswirtschaftler und Verkehrsökonom. Die DVV Media Group fungierte als Medienpartner, und Verlagsleiter Manuel Bosch moderierte das hochkarätig besetzte Programm.
Ein zentrales Element der Veranstaltung war die Vernetzung von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Die rund 200 Teilnehmenden erhielten durch die Vorträge und Impulse zahlreiche Denkanstöße. Die Veranstaltung begann mit Auftaktstatements der Rheinland-Pfälzischen Verkehrsministerin Katrin Eder und des RMV-Geschäftsführers André Kavai. Ein Höhepunkt war der Vortrag des Gastgebers selbst. Wissenschaftliche Beiträge von Experten wie Karen Horn, Gernot Sieg, Heike Link, Alexander Eisenkopf und Frank Fichert erweiterten den Diskursraum erheblich. Die praktische Verankerung in der Mobilitätsbranche übernahmen Alexander Möller, Oliver Wittke, Tobias Heinemann sowie Andreas Bieniok und Thorsten Müller.
Ein Fazit des Kongresses war, dass es nicht um eine absolutistische Systemfrage gehen könne, sondern um eine ausgewogene Kombination von staatlichen und marktwirtschaftlichen Ansätzen. Der Staat müsse im Rahmen der Daseinsvorsorge den Rahmen für Mobilität setzen, Ziele und Qualitäten definieren und finanzieren. Gleichzeitig seien wettbewerbliche Effizienzen und unternehmerische Ansätze in der Mobilitätsbranche wertvoll. Die aktuelle Situation der Infrastrukturen und Angebote im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zeige, dass die Marktorganisation derzeit nicht optimal ist. Die Herausforderungen in der Finanzierung und Ausgestaltung von ÖPNV-Angeboten erforderten eine sinnvolle Kombination von staatlichen und marktwirtschaftlichen Ansätzen sowie die Bereitschaft zu Strukturreformen.
Bildquelle: Megatrends im Verkehr / Andreas Mann